Schlüsselqualifikation von Führungskräften
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Definition Schlüsselqualifikation


„Hierbei handelt es sich um Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, welche die Eignung für viele alternative Positionen und Funktionen gegenwärtig sowie für die Bewältigung von sich laufend verändernden Anforderungen während des zukünftigen Berufslebens erbringen.“
Praxisbezogene Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten sollen die Führungskraft dazu befähigen, sich auf viele unterschiedliche Anforderungen, Funktionen und Positionen einzustellen und diese erfolgreich zu bewältigen. Sie beruhen auf Persönlichkeitsmerkmalen und zeigen sich in bestimmten Einstellungen und Verhaltensweisen. Sie gelten als überfachliche Kompetenz und sind nicht arbeitsplatzbezogen. Wichtig ist ein Orientierungswissen, ein Übersichts- und Zusammenhangswissen, das neben dem sachlich- fachlichen Grundwissen übertragbare Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten umfasst und schließlich ein personales, soziales und methodisches Allgemeinwissen zum Einsatz auf verschiedenen Kompetenzfeldern einschließt.





Entstehung des Begriffs „Schlüsselqualifikation“

Das Konzept der Schlüsselqualifikationen ist keineswegs neu. Bereits 1974 wurde der Begriff „Schlüsselqualifikationen“ in der Literatur durch Dieter Mertens geprägt. Der gelernte Volkswirt und damalige Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wies darauf hin, dass die mangelnde Vorhersagbarkeit zukünftiger Entwicklungen unspezifische, übergeordnete Qualifikationen erforderlich macht. Er zeigte die Wichtigkeit, flexibel und schnell auf neue Anforderungen des Arbeitsmarktes reagieren zu können und dadurch die schon erworbenen beruflichen Qualifikationen zu erhalten und nur den veränderten Anforderungen entsprechend einzusetzen.

Der Begriff der Schlüsselqualifikation gehört heute zum festen Vokabular der Bildungs- und Arbeitsmarktpolitiker. Fast jeder versteht etwas anderes unter Schlüsselqualifikationen, da sie häufig sehr allgemein und grundsätzlich diskutiert werden. 1974 bei Mertens reichten noch 12, 1986 waren es immerhin schon 46, 1988 bereits 78 „Erfindungen“ und heute über 300. Eine durchgeführte Analyse von über 100 Veröffentlichungen zeigte, dass es mehr als 300 Umschreibungen gab zur Erklärung des Begriffs der Schlüsselqualifikationen.


Inhalte der Schlüsselqualifikationen

Nach Prof. Herbert Beck beinhalten Schlüsselqualifikationen folgende Punkte:

• Sie dienen der Erschließung (Schlüssel) wechselnden Spezialwissens.
• Sie beinhalten kein spezielles Fachwissen, sondern eine allgemeine berufliche Leistungsfähigkeit.
• Sie stellen berufs- und funktionsübergreifende Qualifikationen mit übergeordneter Bedeutung für die Bewältigung zukünftiger Aufgaben dar.
• Sie waren schon immer von Bedeutung und stehen wegen der Wandlungen auf allen Gebieten jetzt stärker im Mittelpunkt.
• Sie sind mehr als die traditionellen „Kenntnisse“ und „Fertigkeiten“, sie beinhalten zusätzliche „Fähigkeiten“.
• Sie sind vielfältig anwendbar und liefern den „Schlüssel“ zum Problemlösen bei neu gestellten Arbeitsaufgaben.
• Sie dienen der Selbsthilfe, indem sie zum selbständigen lebenslangen Lernen befähigen.

Das Ziel von Schlüsselqualifikationen besteht darin, das Individuum zu befähigen, auch in schwierigen, unvorhergesehenen Problemsituationen sicher und kompetent handeln zu können. Das Vorhandensein von anwendungsbreiten Fähigkeiten und Fertigkeiten bildet dafür die Grundlage.




Voraussetzungen zum Erlangen von Schlüsselqualifikationen

Schlüsselqualifikationen unterliegen nicht dem bewussten Willen, da sie im emotionalen Bereich der Person verankert und von der Grundhaltung geprägt sind. Um Schlüsselqualifikationen lernen und einüben zu können, muss das eigene Verhalten geändert werden, und dies ist nur möglich, wenn man davon überzeugt ist, dass das veränderte Verhalten sinnvoll ist und es hilft, das Leben besser zu gestalten. Eine Verhaltens- und Einstellungsänderung wird erleichtert, wenn sich möglichst viele bemühen, einander zu verstehen und sich zu verständigen. Wer erfahren hat, dass Veränderungen für alle von Nutzen sind, dem fällt es in Zukunft noch leichter, zum gegenseitigen Verständnis beizutragen. Veränderungsprozesse müssen in einer bestimmten Ordnung ablaufen und diese darf nicht zur Erstarrung führen. Das Ziel aller Veränderungs- und Weiterentwicklungsprozesse ist ein fairer Ausgleich zwischen hoher Produktivität des Unternehmens und einer möglichst großen Mitarbeiterzufriedenheit.
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